Ich persönlich halte die Behauptung / Aussage für unfair. Armstrong ist nicht der einzige, der aufgrund einer medizinischen Indikation / eines Attestes mit einem erhöhten Hämatokritwert durch die Gegend radelt. Andere Profis leiden unter Heuschnupfen und dürfen mit ärtztlichem Attest Cortison einsetzen... Ich würde nie sagen: Armstrong ist gedopt und die anderen nicht. Ich denke einfach, das in diesem beinharten Geschäft jeder sieht wo er bleibt und Schlupflöcher so gut ausnutzt, wie es eben geht. Das ist ja nun nicht erst seit Armstrong so - und beileibe auch nicht nur im Radsport. Es wurde immer gedopt - es wird heute gedopt und es wird immer gedopt werden. So what. Ich kann damit leben. Das schmälert die Leistungen von Radprofis in meinen Augen nicht wirklich. Lass die Leistungssteigerung durch Doping mal im Bereich von vielleicht 3 - 5% liegen. Heisst: Selbst ohne Hilfsmittel sind Rennradprofis echte Eisenbeißer. Was mich allerdings wirklich schockiert hat: Ich bin bis vor 2 Jahren noch ca. 10-12 RTF (Radtouristikfahrten) pro Jahr mitgefahren. Da gibt es je nach gefahrener Strecke Punkte und am Ende des Jahres bekommen diejenigen mit den meisten Punkten Pokale. Da waren genug Leute in meinem Alter und vor allem auch deutlich darüberhinaus, die gedopt haben...bei einer eigentlich auf Spass ausgelegten Amateurveranstaltung...sowas finde ich viel viel schlimmer. Jemand, der unter ärtztlicher Aufsicht dopt, ist die eine Seite. Irgendwelche Nasen, die aus dunkelsten Kanälen irgendwelche Mittel beziehen und quasi als menschliches Versuchskaninchen an sich ausprobieren - die haben den Schuss wirklich nicht gehört.