Dry Aged Beef (Versuch Zuhause) Heute habe ich das Fleisch aus dem Kühlschrank genommen. Nach vier Wochen. Erstmal ein paar Fotos: An diesen Stellen trat das Blut aus: Anschnitt: Gewichtsverlust waren gute 600g: Ausgangsgewicht waren 2,6kg, jetzt waren es noch knappe 2,0kg. Aufgeschnitten: Geruch war nahezu nicht vorhanden, da mein Kühlschrank offenbar sehr leistungsstark ist und das Fleisch im Inneren eher gefroren als roh war. (Wußte ich aber vorher nicht.) Ich habe das Stück Fleisch einmal in der Mitte durchgeschnitten und anschließend mehrere gleich breite Scheiben abgeschnitten. Danach habe ich insgesamt zwei Stücke angebraten. (Die übrigen Scheiben habe ich sofort in Beutel gesteckt und ins Tiefkfühlfach gelegt.) Anschnittbild: Resumée: Dry Aged Beef zuhause geht! [emoji106] Zumindest mit meinem Kühlschrank und mit meinem "Versuchsaufbau". Das Fleisch war im Inneren sogar gefroren. (Ob das gut ist...?) Ich bin mir nicht sicher, ob man es auf den hochgeladenen Bildern erkennen kann. Hier sollte man sehen können, dass das Fleisch gefroren ist: Das erste Stück Fleisch habe ich vor lauter Gier nahezu gefroren in die Pfanne gelegt. Das war dann innen noch roh, während es außen schön kross war. War nicht so richtig super... Gegessen habe ich es trotzdem. Das zweite Stück Fleisch habe ich dann in einem Gefrierbeutel in warmes Wasser gelegt und "aufgetaut" und dann erst angebraten. Das war dann geil! Siehe dazu auch das "Anschnittbild" oben. Man müßte auf den Bildern oben auch erkennen können, dass ungefähr ein 5mm breiter, recht trockener Rand um das Fleisch herum ist. Den habe ich mal probiert, der war recht kross, hat aber nicht besonder geschmeckt. Also habe ich ihn im gebratenen Zustand abgeschnitten. Bzw. mit Messer und Gabel "abgezogen", da das Fleisch schon recht zart ist. Meine Schlussfolgerungen: Aufwand: Nahezu keiner: Fleisch kaufen, in den Kühlschrank legen, immer mal wieder gucken, Lüfter an und aus, ...warten...fertig! Risiko: Ehrlich gesagt habe ich davon keine Ahnung. Das hier war mein erster Versuch - und er hat sofort funktioniert. Wäre das Fleisch verdorben, hätte ich 40,00 Euro in den Wind geschossen. Geschmack: Ich bin Griller. Heute habe ich es vor lauter "Ich halt's nicht aus und ich will es jetzt probieren!" in der Pfanne durchgezogen. Das war gut. Es war -ehrlich gesagt- keine orgasmusartige Offenbarung, aber schon kurz davor. Dafür, dass ich es selber habe reifen lassen, war es aber eigentlich richtig gut. Ich denke, auf dem Grill wird's ein Erlebnis!!! Ich freu' mich drauf. Das Fleisch wurde durch den Wasserverlust deutlich marmorierter und echt zart. Ich habe -leider- keinen direkten Vergleich, wie dieses Fleisch von diesem Metzger schmeckt, bevor es reift, da ich da sonst nicht einkaufe. Ich bin mir ehrlich gesagt nicht sicher, ob ich das nochmal mache. Es ist eigentlich echt einfach und bedarf keiner ständiger Kontrolle, da aber meine Frau Vegetarierin ist (sie isst nichts, was mal gelebt hat...), ist das im Getränkekühlschrank nicht so richtig super. Zudem sind die Getränke echt eiskalt. Vielleicht könnte ich an den Einstellungen vom Kühlschrank spielen, um es noch besser hinzubekommen. Aber ob sich das dann lohnt...? Mal sehen. Wenn ich jetzt z. B. weiß, dass ich Anfang Juni zum Grillen geladen habe, dann wäre es eine Option, gleich das nächste Stück Fleisch in den Kühlschrank zu legen und dafür reifen zu lassen. Abzuwarten bleibt, wie die Scheiben sind, die ich jetzt gleich ins Tiefkühlfach gelegt habe. Ob es sich also es lohnt Dry-Aged-Beef auf Vorrat zu machen. Ich für mich weiß jetzt: "Es klappt." [emoji106] Vielleicht wäre eine etwas wärmere Temperatur sowie eine längere Reifezeit noch besser. (Besser geht ja immer!) Ob ich es nochmal mache weiß ich ehrlich gesagt nicht. Aber eher aus den oben genannten familiären Gründen, als aus "Es hat nicht geschmeckt."-Gründen. In diesem Sinne: Prost!