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Empfohlene Beiträge

Geschrieben

Hi,

Mir ist aufgefallen, daß die Oberfläche des Brennraumes bei den Zylinderköpfen von DR, Polini, Pinasco etc. ausgesprochen rauh ist. Dagegen sind die originalen Piaggio-Fuffi-Köpfe glatt wie ein Kinderpopo...

Jetzt heißt es doch in Insiderkreisen, daß die Oberfläche möglichst glatt sein soll, um das Aufbauen einer Ölkohleschicht zu reduzieren (Die übrigens bei einigen Kandidaten mit extrem miserablem Verdichtungsverhältnis durchaus erwünscht sein könnte).

Wie haltet ihr das? Gehört das bei euch auch zum Pflichtprogramm bei einem neuen Zylisatz, hier Hand anzulegen? Ähnlich wie beim Zyli, der ja auch erst nach Entgraten bzw. Verrunden der Fenster eingebaut werden sollte....

Dremel sei Dank, gäbe es für diesen Einsatzzweck ja mehr oder weniger geeignete Werkzeuge.

:-D Bobcat

Geschrieben

hmm...

das würd ich auch gern mal wissen wieviel das so ausmacht.Bei meinem DR ist das auch ganz schön rauh

mfg MaSh

P.S.:Mit welchem Aufsatz dremelt man das denn wech?

Geschrieben

P.S.:Mit welchem Aufsatz dremelt man das denn wech?

<{POST_SNAPBACK}>

Hab letztens mein Brennraum poliert,hatte nichs zu tun :grins:

Für den Dremel empfehle ich Schleifkörper ausm Zahnlabor.Damit gehts super,war ruckzuck feddich :grins:

Geschrieben

Würde das mir nem geschlitztem Trennscheibenhalter machen. Einfach mit einer feinen Säge einen Schlitz in den Halter schneiden und dann Schleifpapierstreifen zurechtschnieden und herumwickeln. Anschließend ohne Druck den Fräser quasi über die Oberfläche "schweben" lassen. Das ganze nimmt kaum Material weg und macht eine sehr geile Oberfläche. Vorteil is das es nichts kostet, Körnungen von 50-2000 ausgewählt werden können und ne schönere Oberfläche als bei anderen Dremel Schleifaufsätzen entsteht.

fräserkritzel.JPG

Rot: Schlitz

Grün: Schleifpapier

Gruß Jan

Geschrieben

Bei einem Motor, bei dem ordentlich Durchzug gesucht wird, gibt es Leute, die sich mit einer glatten Oberfläche garnicht zufrieden geben...

Auch hat eine rauhe Oberfläche eine größere Fläche, und kann dadurch mehr Hitze aufnehmen.

Brennraum

Geschrieben (bearbeitet)

Interessant. Und diese spezielle Bearbeitung begünstigt gerade nicht derbstes Klingeln? Fährst Du sowas selbst?

Bearbeitet von Lacknase
Geschrieben (bearbeitet)

Okay, Theorie und Praxis:

Auch wenn ne größere Oberfläche mehr Wärme aufnehmen kann (wobei da noch die Frage ist ob sie das soll! In der Quetsche ja, in der Kalotte nicht...), so hab ich beim 136er Malle eher das Problem daß die Spülung über dem Auslaß derart bescheiden ist daß er mir dort die Quetschkante zurußt und dort (und nur dort) klopft. Der restliche Kopf zeigt weder Ruß noch Klopfspuren. Trotz moderater Verdichtung (<12:1 geometrisch), Optimax, 16° und 1mm Quetsche. Abgesehen von der Ursache (tippe auf zu steile Boostports) wäre da wohl die polierte Version besser, weil sich tatsächlich weniger Ruß absetzen könnte, der wohl durch Glühen die Ursache des Klopfens ist. Womit ich aber keinesfalls generell für polierte Brennräume bin. Ist in diesem Fall auch nur die Bekämpfung des Symptoms (Ablagerungen) statt der Ursache (Spülung). Habe schon Brennräume mit der rauhen (Sandguß-, vermutlich wegen kleinerer Stückzahlen) Oberfläche gesehen, die nach über 20.000 km nicht die kleinste Spur von Ablagerungen zeigten. In diesen Fällen wäre ne polierte Oberfläche nicht nur kein Vorteil sondern eher egal bis ein Nachteil.

@polinizei: cool, so nen Brennraum hab ich noch nie gesehen! Nette Idee prinzipiell, aber ist das nicht eher n Placebo? Korrekte MSV sollte eigentlich für die Verwirbelung reichen... Sonst wär das sicher schon irgendwo Serie.

Gruß, jan

Bearbeitet von jannek
Geschrieben

@Brennraum: Superscharfes Foto! :love:

Das wird aber nix mit Wärmeaufnahme zu tun haben, dass ist wohl eher so zu sehen, wie bei einem gezogenen Gewehrlauf, dadurch soll den Gasen in der Kalotte eine Rotationsbewegung verliehen werden, um die Verdichtung fahren zu können?

Ob das messbar ist? Sieht aber saugayl aus! Ein glattes Lob und Respekt an den Fotographen! :sabber:

Ciao A.J.

Geschrieben

Es freut mich, daß dieses Thema so intensiv diskutiert wird.

Ich persönlich zähle auch zu den Verfechtern eines möglichst glatten/polierten Brennraumes und gehe dabei wie folgt vor:

Als erstes ist die Dichtfläche zu schützen. Dazu reicht es aus, sie mit Kreppband sauber abzukleben.

Jetzt zum "Spezialwerkzeug": Dazu schneide ich mir aus dünnem PP-Material (z.B. Margarinendosendeckel) eine Scheibe von ca. 15 mm und setze dieses Teil als Unterlage für die Schleifscheibe (aus Naßschleifpapier Körnung 240 bis 600) auf den Einspanndorn. Das Teil, auf dem sonst die Trennscheibe sitzt.

Die Elastizität dieses PP-Materials ist nach meiner Erfahrung ideal für das gefühlvolle Schleifen fast ohne Druck, auf das es bei der Bearbeitung letztlich ankommt. Weiterer Vorteil: man kommt damit auch in engere Radien rein.

:-D bobcat

Geschrieben

Da kann ich Jannek nur zustimmen!

Also hier mein Senf:

Warum nicht:

1. Durch schleifen im Brennraum vergrössert sich das Kopfvolumen, wenn der Kopf danach nicht entsprechend geplant wird verringert sich die Kompression = weniger Leistung.

2. Die Verkohlung des Brennraumes kann konstruktiv durchaus erwünscht sein, denn die Verdichtung wird erhöht und der Wärmeübergang wird reduziert, da Kohlenstoff isoliert! Genau wie die Russschicht auf dem Kolbenboden.

Warum doch:

1. nahezu alle Serienköpfe unserer Motoren sind halboptimal, bzw. :-D , bei Nachbearbeitung resultiert automatisch eine glatte Fläche, der Russ bildet sich auch da, wenn das Gemisch und die Nutzung stimmt.

2. polieren sieht äusserst wichtig aus, siehe "Brennraum" :sabber:

3. Bei Wettbewerbsmotoren ist die Verdichtung meistens eher Grenzgängig, daher soll die Verkokung während des Renneinsatzes unterbunden werden.

Davon unabhängig werden die Köpfe nach dem Giessen mit Sand gestrahlt, weil ein entgraten mit Hand viel aufwendiger ist.

Und? Was meint ihr zu meinem Senf?!

Greets A.J.

Geschrieben (bearbeitet)

Mein Senf zum Senf:

Ich halte eine glatte Brennraumoberfläche (wie übrigens in der wissenschaftlichen Literatur über jeden Hubkolben-Verbrennungsmotor auch ausgeführt) für einen optimalen Verbrennungsablauf wichtig.

Daß die dazu erforderliche Bearbeitung eines im Sandgußverfahren entstandenen Alu-Kopfes bei Verkaufspreisen von ca. 20 bis 30 ? auf der Srecke bleiben muß, wundert mich keineswegs. Denn eine halbwegs kostengünstige, automatisierte mechanische Nacharbeit ist bei der unsymmetrischen Geometrie einer Brennraumkalotte nun mal kalkulatorisch nicht drin. Deshalb bleibt die Kalotte praktisch im sog. "werkzeugfallenden" Zustand. O.k. - Sandstrahlen ist vielleicht noch drin -zur Verdichtung der Aluoberfläche. Aber glatt wird´s davon leider auch nicht....

Im Gegensatz zum Kolben, der ja keine direkte Berührung zur Außenluft hat, dient eine dünne Isolierschicht aus Ölkohle auf seinem Kolbenboden zu seinem Schutz. Damit der Ärmste nicht noch mehr Wärme aufnehmen muß, die er nicht abführen kann.

Beim Kopf dagegen sehe ich das g a n z anders: über den muß (!) die Wärme und zwar möglichst rasch abgeleitet werden. Eine Isolierschicht stünde diesem Ziel kontraproduktiv entgegen und sollte daher auf das unvermeidliche Minimum eingegrenzt werden.

Was eine Veränderung des geometrischen Verdichtungsverhältnisses angeht, trifft das natürlich durch den Materialabtrag beim Schleifen und Polieren zu. Nachdem aber leider (!) bisher sämliche Tuning-Sets beim sorgfältigen Auslitern die im Waschzettel angegebene Verdichtung nicht (zum Teil sogar weit nicht!) aufwiesen, ist ein Abplanen der Dichtfläche zum Zyli hin sowieso ein "muß", wenn man einen vernünftigen Wirkungsgrad anstrebt. Und dabei werden die durch Nacharbeiten an der Kalotte zusätzlich entstandenen 0,2 ccm (mehr sind´s meistens gar nicht) gleich mit ausgeglichen...

Nix für Ungut,

:-D bobcat

Bearbeitet von bobcat
Geschrieben

Warum willst du möglichst viel Wärme aus dem Brennraum abführen?

Außerdem halte ich's für gefährlich, zu empfehlen, einfach Köpfe abzuplanen bis man bei der Wunschverdichtung ist. Je nach Kopfform kann das schonmal zum Motorschaden führen.

Geschrieben

also ich persönlich würde den Kopf nicht polieren. und zwar da durch die kleinen unebenheiten ja das Gemisch etwas mehr verwirbelt wird, was ja der Durchbrenngeschwindigkeit zugute kommen sollte...

Geschrieben
Beim Kopf dagegen sehe ich das g a n z anders: über den muß (!) die Wärme und zwar möglichst rasch abgeleitet werden. Eine Isolierschicht stünde diesem Ziel kontraproduktiv entgegen und sollte daher auf das unvermeidliche Minimum eingegrenzt werden.

jein. der zylinderkopf sollte die aufgenommene wärme möglichst schnell abführen, das stimmt. aber prinzipiell sollte der zylinderkopf, genauso wie der kolben, so wenig wärme wie möglich aufnehmen. wärme ist energie, und das ziel ist ja, möglichst viel energie im verbrennenden gemisch zu behalten.

also ich persönlich würde den Kopf nicht polieren. und zwar da durch die kleinen unebenheiten ja das Gemisch etwas mehr verwirbelt wird, was ja der Durchbrenngeschwindigkeit zugute kommen sollte...

angesichts der mächtigen verwirbelungen, die eine quetschspalte verursacht, sind die mikroskopischen verwirbelungen, die eine rauhe oberfläche verursachen dürfte, "peanuts".

ich würde sagen: oberfläche so glatt wie möglich, weil

1. geringste oberfläche

2. geringste ablagerungen.

r

Geschrieben
Außerdem halte ich's für gefährlich, zu empfehlen, einfach Köpfe abzuplanen bis man bei der Wunschverdichtung ist. Je nach Kopfform kann das schonmal zum Motorschaden führen.

<{POST_SNAPBACK}>

so hat er das ja auch nicht geschrieben. ich würd's folgendermaßen formulieren: bei jedem smallframe-zylinder kann die quetschspalte auf vernünftige maße verkleinert werden, ohne daß man sich gedanken machen müßte, die verdichtung würde dadurch zu hoch ansteigen.

r

Geschrieben

Ja, war vielleicht etwas zu scharf formuliert, aber es gab halt schon Leute, die nachm Abplanen anstoßende Kolben, jenseitige Quetschgeschwindigkeiten und sonstwas hatten. Dass die einfach kein Stückchen nachgedacht hatten (was ich bobcat absolut nicht unterstellen würde!), ist aber auch klar.

Das mit der Brennraumoberfläche sehe ich genauso wie du.

Geschrieben
Bei einem Motor, bei dem ordentlich Durchzug gesucht wird, gibt es Leute, die sich mit einer glatten Oberfläche garnicht zufrieden geben...

Auch hat eine rauhe Oberfläche eine größere Fläche, und kann dadurch mehr Hitze aufnehmen.

Brennraum

<{POST_SNAPBACK}>

Die Amis scheinen für solche Ideen recht empfänglich zu sein. Hab das im Netz bei einem Blaster-Tuner gefunden, der bearbeitet die Köpfe entsprechend. Aber nicht nur Köpfe sondern auch noch Vergaser...

dsc00482.jpgdsc00965.jpg

Obs das wirklich bringt? Wahrscheinlich mehr Placebo...

Geschrieben

zu derartigen köpfen gibt's bei macdizzy ein topic (im archiv, genannt "thread spread"). bringt keine leistung, schaut aber extravagant aus, und darf deshalb viel kosten. :-D

der vergaser schaut ja echt pornös aus. die sollten das 'mal mit ihrer zylinder-laufbahn machen. ich hab' gehört, da schlummern pferde... :-D

r

Geschrieben

Einigungsstand /Friedensangebot:

Ja ja, immer diese Verluste!

Soll ja -unvermeidbar!- bei jedem Verbrennungsmotor so um die 30 % sein, was da an Wärmeenergie anfällt und leider nicht genutzt werden kann....

Aber weil diese Energie nun mal da ist, sollte sie auch schnellstens weg, wenn sie keinen Schaden anstellen soll....

Und dazu wird ein glatter Brennraum ohne störende Isolierschicht sicher beitragen...

o.k.?

:-D bobcat

@ rasputin: Untersteh´dich!!!!

Geschrieben

"Soll ja -unvermeidbar!- bei jedem Verbrennungsmotor so um die 30 % sein, was da an Wärmeenergie anfällt und leider nicht genutzt werden kann...."

Es scheint noch viel schlimmer zu sein! Es werden beim Verbrennungsmotor nur ca. 30-40% der entstandenen Wärme in Kurbelwellenbewegung umgesetzt! Der Rest sorgt nur noch für den Ton. :-D

Oder ist die Technik vielleicht schon bei 50%?

Grüsse A.J.

Geschrieben

Die Technik ist bei ~55% (oder schon knapp drüber). Aber das geht bis jetzt nur in Schiffsdieseln (Zweitakter :-D ) oder ähnlich großen Motoren.

Vespa-Motoren (vor allem getunte) liegen weiiiiiiiiiiiiit darunter. Habs nie nachgerechnet, aber ich glaub das dürfte noch unter 20% liegen...

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    • Da sind aber viele Leute "anderer Meinung"....   und der kurze 4. hält auch bei 35PS und 35NM. Was sich aus vielfacher Erfahrung und 1000nden von Kilometern, bei den betroffenen gezeigt hat.
    • Aber seit den 20 Jahren keine Ahnung. Was sprechen die Hamburger Jungs? so ein Hobel fällt doch auf!
    • 1. Erfahrung... 2. Hat es SC gut beschrieben... @ ScooterCenter HINWEIS: Der vierte Gang mit 36 Zähnen wurde von Piaggio für die 125cc Modelle entwickelt. Er wurde durch eine sogenannte Zahnflankenverschiebung aus dem 4-Gang der 150/180/200cc Modelle mit 35 Zähnen konstruiert. Durch diesen Technik konnte die Verzahnung der Nebenwelle bei allen Modellen identisch gehalten werden. Ein Nachteil des 36 Zahn Gangrades ist jedoch der schmalere Zahngrund. Dieser ergibt sich wenn auf einem gegeben Durchmesser mehr Zähne untergebracht werden müssen. Der schmalere Zahngrund ist natürlich nicht so stabil wie der des 35 Zahn Ganges, weshalb er von Piaggio auch nur in den 125cc Modellen Verwendung fand. Der kurze 36 Z Gang ist jedoch sehr beliebt bei leistungsgesteigerten 200cc Motoren. Bei sehr sporltichen Auslegungen des Motors ist der Sprung von Gang 3 auf Gang 4 zu groß und der Motor kommt nicht mehr in sein Leistungsband. Bei den heutigen, sehr drehmomentstarken Konzepten (wie Malossi Sport/MHR oder Quattrini M244) wird diese Tuningtrick aus den 1990'er Jahren immer noch gerne angewandt.   Wir empfehlen ausdrücklich einen 4 Gang mit 35 Zähnen zu verwenden. Das hohe Motordrehmoment kann zusammen mit einer Lastspitze (Gangspringen, verschaltet etc.) sonst einen 36 Z Gang beschädigen. Wer dennoch einen kürzeren Gangsprung benötigt, sollte dies über eine andere Nebenwelle mit weniger Zähnen realisieren
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