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Empfohlene Beiträge

Geschrieben

hallo

grundsätlich gilt es ja, dass sowohl eine fettere bedüsung als auch die vorzündung bei den temperaturen im motor eine wichtige rolle spielen.

beim einstellen des motors stellt man meist zuerst die vorzündung ein um einen fixen wert zu haben - und dann den vergaser von fett nach magerer.

wie würde es sich verändern, wenn ich den anfänglich fetten vergaser erstmal lassen würde - und statt dessen die vorzündung vergrössern würde.???

quasi andersrum herangetastet

Geschrieben (bearbeitet)

Warum deine überlegungen?

Aber mach doch mal,mehr als sprotzen und scheiße laufen zum Zündung einstellen kann dir ja nicht passieren.

Machst es dir dann unnötig schwer finde ich.

Bearbeitet von Higgi
Geschrieben

Sooo falsch ist die Überlegung nicht.

Das optimale Vorgehen dabei ist aber nicht zweischrittig - 1.Zündzeitpunkt, 2.Gaser einstellen und fertig - sondern geht nach dem 2.Schritt noch weiter. Wenn nach einer Zündungs-default-Einstellung der Gaser in allen Bereichen (Standgas, Teillast, Vollast, Gasannahme) ordentlich abgestimmt ist, sollte - für mehr Druck im niedrigen Drehzahlbereich - wieder bei der Zündung beigegangen werden und der frühestmögliche, klingelfreie Zündzeitpunkt gesucht werden. Danach muß u.U. noch mal die Hauptdüse (Vollast) um wenige Stufen hin oder her korrigiert werden und ggf. der Nadelclip um eine Kerbe rauf oder runter gehängt werden, die restliche Gaser-Regulierung stimmt meistens.

Das ist also eher ein Herantasten in mehreren Schritten, wobei man sinnvollerweise mit der Zündung beginnt.

Geschrieben

@Higgi

die überlegungen sind eigentlich nur für mich zum besseren verständnis gedacht. sowohl eine magere bedüsung als auch eine frühere zündung lassen die temperaturen steigen. in einem gut eingestellten motor ist beides in einem verhältnis, bei dem es nicht knallt = klar.

wenn ich mich mit leuten unterhalte, welche motoren zusammenbasteln, hört man oft die aussage: dass der zündzeitpunkt als fixwert angenommen wird und dann der vergaser runtergedüst wird. (hab ich auch immer so gemacht, und war dann irgendwann froh, dass er läuft und ich fertig bin)

@T5Rainer

das kommt meiner frage schon sehr viel näher.

verstehe ich es richtig, dass der temperaturhaushalt gleich bleibt, wenn man den fetten vergaser erstmal lassen würde und ihm mit einer früheren zündung entgegen zu treten?

mir geht es bei der frage grundsätzlich darum wie sich temperaturen verhalten würden.

relativ kleine düsen und kleine vorzündung - vs. - grosse düsen und grosse vorzündung sozusagen.

Geschrieben (bearbeitet)

...

* als fettes Gemisch wird solches mit einem Luftverhaeltnis L<1 bezeichnet

* das fetteste brauchbare Gemisch liegt bei etwa 0,7, darunter raucht und spotzt es

* max. Leistung wird bei L=0,9 erreicht

* min. Verbrauch wird bei L=1,1 erreicht

...

* Vergaserentwickler erfinden Vollastanreicherung und Teillastabmagerung

* ein Mass fuer den Fruehzuendbedarf ist die mittlere Flammengeschwindigkeit

* Flammengeschwindigkeit hat ein Maximum bei L=0,85 (fett), davor und danach faellt sie symmetrisch ab. Sowohl bei L=0,7 als auch bei L=1,0 ist die Flammengeschwindigkeit um ca. 10% niedriger als max.

* ein weiteres Mass fuer den Fruehzuendbedarf ist der Zuendverzug

* der Zuendverzug bleibt im fetten Bereich bis L=0,9 in etwa konstant

* der Zuendverzug steigt ab L=0,9 umgekehrt proportional zur Motorlast an

* Zuendungsentwickler erfinden die Unterdruckdose am Verteiler zwecks besserem Brennverhalten bei Teillast

* die einzige Rechtfertigung fuer eine spezielle Fruehzuendung bei fettem Gemisch waere die geringfuegig niedrigere Flammengeschwindigkeit zwischen L=0,7 und L=0,85

* Lambdas zwischen 0,7 und 0,85 braucht kein Mensch in einem Saugmotor ohne Kat

...

Quelle:www.alfisti.net/alfa-forum/

http://www.alfisti.net/alfa-forum/1891-post19.html

Wenn man dann noch diesen Bericht vom Sonderforschungsbereich 224

"Motorische Verbrennung " (Lehrstuhl für Verbrennungskraftmaschinen; RWTH Aachen)

http://www.vka.rwth-aachen.de/sfb_224/bericht.htm

und insbesondere den Artikel über Klopfen

http://www.vka.rwth-aachen.de/sfb_224/Kapitel/kap3_4.htm

durchgelesen hat, stellt man einen Zusammenhang zwischen Gemisch(Luft-Benzin-Verhältniss), Oktanzahl, Brennraumform(Quetschkante,Verwirblung), Verdichtung und Zündzeitpunkt fest.

Wegen Oktanzahl. Verstehe nicht wieso selten der Kraftstoff erwähnt wird. Ob ich 91,95,98 oder über 100 Oktan fahre macht doch einen gewaltigen Unterschied.

"...Die Abhängigkeit zwischen Oktanzahl und Lage der Klopfgrenze ist im Bereich handelsüblicher Ottokraftstoffe annähernd linear. Im Mittel kann von einer Verschiebung der Klopfgrenze um 1 °KW pro Oktanzahleinheit ausgegangen werden...."

Bearbeitet von Alex160
Geschrieben

@Alex160

Wow! Da staune ich aber. Mit solch einer Antwort hab ich nicht gerechnet.

DANKE :-D

Wenn Du noch mehrere solche Motorhardcorelinks hast, könntest Du sie gerne senden. Sowas ist schwer beim googeln zu finden.

Geschrieben

keine Ursache. Interessiert mich ja auch.

Mir ist gerade aufgefallen von wem dieser Bericht ist:

Das kommt von der RWTH Rheinisch-Westfälischen Technischen Hochschule

Fachbereich: Lehrstuhl für Verbrennungskraftmaschinen.

Und dort der Sonderforschungsbereich 224

"Motorische Verbrennung "

Die zum Teil kontroversen Forderungen in der Motorenentwicklung nach besseren Fahrleistungen bei niedrigerem Kraftstoffverbrauch unter Einhaltung sehr niedriger Emissionsgrenzwerte erfordert die Erforschung grundlegender Zusammenhänge des motorischen Verbrennungsprozesses. Von großer Bedeutung hierbei sind die Wechselwirkungen von chemischen Reaktionen mit Impuls-, Wärme- und Stofftransport in der instationären Strömung. Die gemeinsame Erforschung der Energieumsetzung in Verbrennungsmotoren erfolgt mit dem Ziel, die Kenntnisse der Grundlagen auf dem Gebiet der motorischen Verbrennung zu erweitern und damit Verbesserungen der Verbrennungsprozesse zu ermöglichen.

Unter Abschlussbericht SFB 224 ist der Bericht auch komplett als PDF erhältlich.

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